Bachelor Abschluss-Arbeiten

Im Rahmen meiner Lehrtätigkeit an der HOCHSCHULE Trier Fachbereich Gestaltung biete ich auch die Betreuung von Bachelor-Abschluss-Arbeiten im Fachgebiet Kommunikationsdesign an. Im Folgenden werden einige herausragende Arbeiten vorgestellt.

„RAUS“ Projekt: Josefine Britz

Bachelor Abschluss-Arbeit, WiSe 2016/2017, Kommunikationsdesign, HOCHSCHULE Trier, von Josefine Britz
Betreuung: Till Neuer Dipl.-Des.

RAUS aus dem Haus!

Dieses Projekt beschäftigte sich unter Anderem mit dem Trierer Nachtleben. Ein Thema, das „großstädtischer“ wirken kann, als manch Einer denken würde. Die Bezeichnung „kultig“ für die hier präsentierte Bachelor-Abschluss-Arbeit von Josefine Britz wäre zu wenig zutreffend. Auf den Spuren der Tag- und Nachtkultur in Trier bekommen wir von der Gestalterin selbst fotografierte Einblicke in die Szene der Nacht- und Partymenschen der Stadt. Die Fotos sind authentisch und eigenständig. Es sind Bilder aus dem echten Leben, die aber einer gestalterischen Bearbeitung unterworfen werden. Somit entsteht eine fotografische Handschrift, die einen aktuellen Zeitgeist widerspiegelt.

Die daraus entstandenen Stadtführer in Buchform (Tagbuch und Nachtbuch) sind natürlich für Trierbesucher interessant, aber auch manch ein Ortsansässiger würde hier sicherlich neue Aspekte der Freizeitgestaltung entdecken können.

Zusätzlich zu den zentralen Büchern entstanden zahlreiche weitere Medien rund um das Thema in einer Kampagne, die die Verfügbarkeit der Bücher auf breitem Spektrum bekannt machen soll. Dazu gehören Plakate, Broschüren, Flyer, Sticker, Give-aways und eine App.

„Blind“ Projekt: Jörg Kappus

Bachelor Abschluss-Arbeit, WiSe 2016/2017, Kommunikationsdesign, HOCHSCHULE Trier, von Jörg Kappus
Betreuung: Prof. Anna Bulanda-Pantalacci und Till Neuer Dipl.-Des.

Kunst meets Grafikdesign


„DIE AUGEN SIND NUTZLOS, WENN DER GEIST BLIND IST.“

Experimentelle Aktionen greifen verschiedene gesellschafts- und konsumkritische Themen auf und setzen sie auf freie künstlerische Art in visuelle soziale Skulpturen um. Eine Reihe von Events bilden die Grundlage für weitere designerische Umsetzungen. Diese Bachelor-Arbeit von Jörg Kappus wurde in Zusammenarbeit von Prof. Anna Bulanda-Pantalacci und Till Neuer betreut.

Um die Themen in breiterem Umfeld zu kommunizieren, wurden vier Magazine entwickelt, die eine erste potenzielle Jahresausgabe darstellen. Um diese Magazine wiederum zu bewerben und zu verbreiten, wurde zusätzlich eine Kampagne mit Plakaten, Flyern und digitalen Umsetzungen entwickelt.

Die Inhalte der vier Magazine wurden vollständig mit eigenen Inhalten bestückt. Darunter die Dokumentationen der Aktionen, Fakten zu den jeweiligen Themenbereichen, weiteren redaktionellen Inhalten wie Interviews, sowie auch weitere künstlerisch grafische und skulpturale Umsetzungen. Insgesamt eben eine Vielfalt an Themen, wie sie in einem Magazin erwartet werden. Die typografische Umsetzung unterstützt die Vielfältigkeit der Gestaltung und verleitet den Leser, sich weiter mit den Themen zu beschäftigen.

„GEGEN DEN STRICH“ Projekt: Selina Hecht

Bachelor Abschluss-Arbeit, SoSe 2017, Kommunikationsdesign, HOCHSCHULE Trier, von Selina Hecht
Betreuung: Till Neuer Dipl.-Des.

GEGEN DEN STRICH.

Tiere streichelt man nicht gegen den Strich. Das bekommen wir schon als Kinder beigebracht, denn das mögen sie nicht. Aber was wissen wir sonst noch über die Tiere, die uns alltäglich begleiten. Wie gehen wir mit ihnen um und wie wichtig ist uns ihr Wohlergehen. In der Beziehung zwischen Mensch und Tier stellen wir unser Wohl meist über das der Tiere. Oft fällt uns unser Verhalten und die damit zusammenhängenden Konsequenzen für die Tiere nicht auf, denn es erscheint für uns als normal, natürlich und notwendig. Tiere werden dementsprechend wie Sachen behandelt und dienen uns als Mittel zum Zweck.

Das Buch „Gegen den Strich“ befasst sich mit der ganzen Bandbreite der Tierausbeutung. Durch umfangreiches Hintergrundwissen wird die Mensch-Tier-Beziehung analysiert. Neue Denkanstöße werden durch unterschiedliche Sichtweisen und Stellungnahmen gegeben. Unterstützt durch das Bildmaterial, das den „Objektgedanken“, der an Tieren haftet, widerspiegelt, regt das Buch so zum Nachdenken an.