Bleisatz — immer noch beliebt.

An vielen Hochschulen für Gestaltung und Kommunikationsdesign ist es schon passiert oder es wird in Erwägung gezogen — die Abschaffung der Bleisatzwerkstatt.

Ich plädiere jedoch vehement für die Erhaltung der Möglichkeit für Studierende, eigenhändig Druckwerke in einer Bleisatzwerkstatt herzustellen. In meinen Seminaren hat sich gezeigt, dass das Verständnis um die Grundlagen der Schrift und der Benutzung der Schriften durch die taktile Arbeit mit den Bleilettern enorm unterstützt wird. Zudem scheinen Studierende im Fach Grafik-Design auch heute noch durchaus empfänglich für diese „analoge“ Projektarbeit zu sein. Die meisten schrecken zunächst etwas zurück. Wenn sie aber selber eine Arbeit konkret umgesetzt haben, kann auch eine gewisse Begeisterung entstehen. Jedenfalls kann man von einem angemessenen Erfolgserlebnis sprechen, wenn man nach der langwierigen Satzarbeit den ersten Probedruck seiner Arbeit vor Augen hat.

Nachdem das Bleisatzprojekt in meinem ersten Semester Kommunikationsdesign im Sommersemester 2016 gut funktioniert hat, möchte ich auch in Zukunft weitere Projekte im Rahmen meiner Lehrveranstaltungen durchführen.